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Nationalparks ✓ nach Kuba mit travel-to-nature

Nationalparks auf Kuba

Geschütztes Kuba

Etwa 20 Prozent der Fläche Kubas sind ökologisch geschützt, insgesamt stehen 211 Gebiete unter besonderem Schutz. Auf Kuba gibt es nicht nur Naturreservate oder Nationalparks, sondern eine ganze Reihe abgestufter Schutzräume.

Insgesamt existieren 73 Naturreservate mit unterschiedlichem Schutzstatus, darunter 14 Nationalparks und sieben Biosphärenreservate. Der berühmteste Nationalpark ist der Parque Nacional Alejandro de Humboldt im Osten Kubas, wo der größte und letzte zusammenhängende Regenwald der Karibik liegt. Und auf der Zapata-Halbinsel ist nach Ansicht von Uno-Experten mit dem 5.000 km² großen Feuchtgebiet das bestgehütete Reservat der gesamten Region auf Kuba beheimatet.

Insgesamt weist Kuba trotz vor allem wirtschaftlicher Schwierigkeiten eine erstaunliche Vielfalt an Versuchen auf, Umweltschutz und Nachhaltigkeit umzusetzen.

Auf einen Blick

  • etwa 20% der Fläche Kubas sind geschützt
  • 14 Nationalparks
  • Kuba verfügt zwar über wenig Wald, doch über eine der reichsten Naturlandschaften der Karibik

Der nach dem deutschen Forscher und Entdecker benannte und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Nationalpark Alejandro de Humboldt liegt nördlich von Baracoa und ist touristisch kaum frequentiert. Ein Traum für alle Naturliebhaber.

Der Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von rund 66.000 Hektar und bietet einigen Pflanzen und Tieren Zuflucht, die man nirgendwo sonst findet. Mit seinen mehr als 1.000 Pflanzenarten und über 200 verschiedenen Farmgewächsen, ist in dem Park die vielfältigste Vegetation des Landes vertreten.

Zu den Highlights gehören der monumentale Tafelberg El Yunque und der wasserreichste Fluss Kubas, der Río Toa. Wasser spielt hier allgemein eine große Rolle, werden doch 1.640 Hektar des Parks davon eingenommen. In einer Lagune können Sie mit dem Ruderboot hinausfahren und zu bestimmten Jahreszeiten sogar Seekühe beobachten, ein Höhepunkt bei der Tour auf Humboldts Spuren. Und falls die Seekühe gerade nicht unterwegs sind, nicht enttäuscht sein -  gibt genügend anderes zu entdecken, denn in den Mangroven leben zahlreiche Wasservogelarten.

Der relativ neue Park unweit von Havanna bietet besonders Gästen, die für mehrere Tage in der Stadt untergebracht sind, eine willkommene Abwechslung. Obwohl der Park mit seinen 18 Quadratkilometern eher klein ist und eine gut ausgebaute Zufahrtstraße von Havanna zum Park führt, ist er trotzdem nicht überlaufen. Die Naturschönheiten im Escaleras de Jaruco stehen denen anderer in nichts nach. So kann man mit dem Pferd tolle Wanderungen über kleine Hügel durch die felsige Landschaft unternehmen, Höhlensysteme besichtigen oder einfach bei einem Picknick in der Natur die Seele baumeln lassen.

Ihren Namen erhielt die Península de Zapata aufgrund ihrer Form, die der eines Schuhs ähnelt. Die Halbinsel ist ein großes Feuchtgebiet, das erst zum Nationalpark erklärt wurde (Parque Nacional Ciénaga de Zapata) und seit 2001 eines der sieben UNESCO Biosphärenreservate auf Kuba ist. Etwa 100 endemische Pflanzenarten und über 190 Vogelarten sind hier zu beobachten, besonders in den Wintermonaten, wenn die Zugvögel aus Nordamerika Rast machen. Das Reservat ist auch für Taucher und Schnorchler ein Paradies: An der Karibikküste gibt es zwischen Playa Larga und Playa Grión 14 Tauchplätze mit Korallenbänken und Unterwasserhöhlen.

Biegt man von der Autobahn auf die Carretera Cíenega ab, gelangt man zur Finca Fiesta Campesina, einem Museumsdorf, in dem man alles über das Landleben der Kubaner und die Rumproduktion erfährt. Von der Autopista aus Richtung Süden (Boca de Guamá) liegt das Museo de Comandancia, dessen Gebäude von Fidel Castro als Hauptquartier genutzt wurde. Wie so oft in Kuba, hat auch hier die jüngere Geschichte ihre Spuren hinterlassen: An der Halbinsel liegt die Bahía de Cochinos, die Schweinebucht, in der 1961 die von den USA unterstützte Invasion der Konterrevolutionäre fehlschlug.

Ein echtes Paradies für jeden Naturliebhaber ist die rund 500 Quadratkilometer große Halbinsel im Westen Kubas. Hier gibt es lediglich ein kleines Hotelresort und ein Campesino, einen Bauernhof. Mehr als 700 verschiedene Pflanzenarten sind auf der Halbinsel zu finden, wovon 14 in Guanahacabibes und etwa 140 in Kuba endemisch sind. Auch die Tierwelt mit ihren Amphibien und Reptilien weist einen besonderen Artenreichtum auf. Zudem legen jedes Jahr zwischen November und März tausende von Zugvögeln einen Zwischenlandung ein.

Die wirkliche Besonderheit des Parks liegt allerdings unter Wasser. Sobald man eintaucht, wird die wahre Schönheit Guanahacabibes offenbar: Ausgedehnte Korallenbänke mit riesigen Höhlensystemen und großen Fischschwärmen hat den Park zu einem Geheimtipp für Unterwassersportler gemacht.

Dieses Landschaftsschutzgebiet liegt in der Bergregion Sierra del Escambray, etwa 20 km von Trinidad entfernt. Bis auf 770 Meter Höhe steigen die Hügel des tropischen Regenwaldes an und bieten den Besuchern Orchideen, Moose und Farne, die typischen Pflanzen dieser Region. Wer einen Ausflug in das dichte Grün unternehmen möchte, dem stehen sieben Wanderwege durch die reiche Natur zur Auswahl, auf denen einem kristallklare Flussläufe, Wasserfälle, kleine Naturpools (für eine Erfrischung zwischendurch) und eine üppige tropische Vegetation begegnen.

Etwa 30 Minuten Fahrzeit von Mayari entfernt befindet sich der fast 54 Quadratkilometer große gleichnamige Nationalpark. Der Park verfügt über den größten zusammenhängenden Kiefernwald Kubas. Verschiedene Wanderwege stehen zur Auswahl und man kann beispielsweise zu den Saltos de Guayabo wandern, beeindruckenden Wasserfällen, die über 300 Meter in die Tiefe stürzen. Außerdem wird hier im Hochland der gute kubanische Kaffee angebaut. Auf einer kleinen Finca haben Sie die Gelegenheit, in die Pflege der nach Tabak und Zuckerrohr wichtigsten Kulturpflanze Kubas reinzuschnuppern.

Nur 12 Kilometer hinter dem Örtchen Bartolomé Maso beginnt das Naturparadies der Sierra Maestra. Der Nationalpark mit seinem nahezu undurchdringlichen Regenwald, seinen glasklaren Bäche und gewaltigen Bergen mit umwerfender Aussicht war die Wiege der kubanischen Revolution. Als die Revolutionäre Fidel Castro, Raoúl Castro und Ernesto Che Guevara 1956 bei ihrer Landung in der Playa Las Coloradas in einen Hinterhalt gerieten, flüchteten sie in das unwegsame Gelände der Sierra Maestra. Dort errichteten sie ihr Hauptquartier und begannen, die kubanische Revolution zu planen. Noch heute kann man den Kommandoposten, das Feldlazarett und die „Casa de Fidel“ besichtigen. Wer es etwas sportlicher möchte, der wandert auf den 1.974 m hohen Pico Turquíno.

Dieses 132 Quadratkilometer große Areal liegt in den Orgelbergen, die zur Region Pinar del Río gehören. Die Landschaft ist geprägt durch die vielen grünen Kegelkarstfelsen, die auch "Elefantenbuckel" genannt werden, "Mogotes". Das Tal, das für seinen Tabakanbau bekannt ist, wurde im Jahr 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Die Mogotes sind Überreste eines Höhlensystems, das sich vor Millionen von Jahren über die gesamte Region erstreckte und im Laufe der Zeit erosionsbedingt einbrach. In den Mogotes gibt es immer noch zahlreiche begehbare Höhlensysteme, die besonders an heißen Tagen eine kühle Zuflucht bieten. Die rötlich braune Erde in der Region ist bestens für den Tabakanbau geeignet.

Wer auf der Suche nach Bilderbuchmotiven ist, macht einen Stopp beim Hotel Los Jazmines, von dem aus man einen wunderschönen Blick über das ganze Tal mit seinen Mogotes hat, besonders am frühen Morgen oder späten Abend, wenn leichter Nebel das Tal durchzieht. In den Mogotes gibt es zahlreiche Höhlen mit Stalaktiten und Stalagmiten zu besichtigen, mancherorts wird auch die Geschichte der hier früher heimischen Sklaven gezeigt.

Empfehlenswert sind hier geführte Pferdetouren mit einem kubanischen Guide sowie ein Ausflug in das verschlafene Küstenörtchen Puerto Esperanza. Hierhin verirrt sich nur selten ein Tourist, die Straßen säumen alte, teils baufällige Häuser, am Strand liegt ein kleiner Fischerhafen und die Einheimischen relaxen in einer kleinen Bar.


Kuba Todis Multicolor, Cartacuba

Bunt zu Wasser und in der Luft

Einzigartige Korallenriffe und eine bunte Vogelwelt zeichnen die Antilleninsel aus.

Flora & Fauna

Der Flickenteppich des "Grünen Kaimans"

Kubas Regionen, von Ost nach West, vom Atlantik zur Karibik.

Regionen

"Das schönste Land"

Kuba ist mehr als nur Havanna, Oldtimer & Zigarren: Kuba ist grün. "Das schönste Land, das Menschenaugen je gesehen haben", befand Christoph Kolumbus.

Naturkulissen